Interview-Rezension zu "Du erinnerst mich an morgen" von Katie Marsh mit Patrizia

Guten Morgen ihr Lieben und allen einen guten Welttag des Buches


Ich bin noch wach und nutze die Gelegenheit, euch den Abschluss unserer Bloggeraktion zum Buch "Du erinnerst mich an morgen" von Katie Marsh zu präsentieren. Die total fantastische Patrizia vom Blog Maaraavillosa und ich haben das Buch nämlich zusammen in einer Blogleserunde gelesen und uns in den Kommentaren über die einzelnen Abschnitte ausgetauscht.

Genau so haben wir es damals mit dem ersten Roman der Autorin "Die Liebe ist ein schlechter Verlierer" gemacht und wie ihr euch vielleicht noch erinnern könnt, haben wir die Leserunde damals mit einer Interwiev-Rezension abgeschlossen. Dies möchten wir nun ebenfalls machen und Patrizias Antworten zu meinen Fragen zeige ich euch gleich. Meine Antworten findet ihr übrigens bei Patrizia. Ganz am Ende dieses Posts könnt ihr ausserdem noch bei einem Gewinnspiel zum Welttag des Buches mitmachen, also ganz lesen :-)


Zuerst aber ein paar Informationen zum Buch: 

 
Beschreibung des Verlages:
Zoe will gerade die Zukunft mit ihrer großen Liebe Jamie beginnen, als sie ihre Vergangenheit einholt. Kurz vor der Trauung erreicht sie der Hilferuf ihrer Mutter, mit der sie seit Jahren nicht gesprochen hat. Ohne nachzudenken verlässt Zoe die eigene Hochzeit und findet eine veränderte Mutter. Die Neuigkeit trifft sie mit voller Wucht: Gina ist mit gerade mal Anfang fünfzig an Alzheimer erkrankt. Der Alltag wird bedrohlicher, die Versöhnung mit ihrer Tochter immer dringlicher. Zoe will Gina beistehen, ist aber auch damit konfrontiert, dass Jamie sie nach der geplatzten Hochzeit verlassen hat. Ist er bereit, ihr eine zweite Chance zu geben? Und können Mutter und Tochter die Vergangenheit überwinden, jetzt da Gina ihre Erinnerung langsam, aber unaufhaltsam verliert?
Originaltitel: A Life Without You
Autorin: Bevor ihr sensationelles Debüt "Die Liebe ist ein schlechter Verlierer" erschien, war Katie Marsh im Gesundheitswesen tätig. Der zweite Roman "Du erinnerst mich an morgen" erzählt von der Alzheimer-Krankheit. Ihre Bücher sind inspiriert von der Tapferkeit der Menschen, die ihr bei ihrer Arbeit begegnet sind. Katie lebt mit ihrer Familie in London.
Paperback, Klappenbroschur: 432 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Angelika Naujokat
Verlag: Diana
Erschienen: 10.04.2017
ISBN: 978-3-453-29190-4 


Unsere Eindrücke - Interview-Rezension

 
1. Liebe Patrizia, ganz am Anfang unserer Aktion hast du so wunderschöne Worte für das Buchcover gefunden. Hat sich die Bedeutung des Covers für dich im Verlauf des Buches verändert, oder interpretierst du das Coverbild noch genau gleich wie vor der Lektüre?
Patrizia: Ich hatte mir zu Beginn überlegt, dass dieses schöne Cover auch sinnbildlich für etwas stehen könnte, was ursprünglich einmal ein Ganzes ergeben hat und sich bei einer Krankheit wie Alzheimer/Demenz nach und nach auflöst. Es könnte beispielsweise für eine Blume stehen, die ihre Blütenblätter verliert. Jetzt nach dem Lesen könnte es auch so interpretiert werden: ein Bild aus Mosaiksteinen. Die Steine könnten für gemachte Erfahrungen und Erinnerungen stehen, die man im Laufe eines Lebens ansammelt, und nun droht dieses Bild immer mehr in seine Einzelteile zu zerbrechen und einige Steine gehen gänzlich verloren. Ein umgekehrtes Lesen ginge aber auch: es wird versucht, diese einzelnen Mosaiksteine, die noch da sind, wieder zu einem Bild zusammenzufügen. Ob dies gelingt, erfährt man dann natürlich, wenn man die Geschichte selbst liest. Nach wie vor gefällt mir das Cover außerordentlich gut.

2. Ich erinnere mich noch gut an den Anfang der Geschichte, den Einstig, die ersten Szenen. Bei mir wurde – wider Erwarten – zuerst einmal der Eindruck erweckt, dass es sich auch gut um ein eher humorvolles Buch handeln könnte. Welche Vermutungen hattest du nach den ersten Seiten, als du den Schreibstil und die Figuren schon ein wenig kanntest? 
P: Ich persönlich hatte ja auf den ersten fünfzig Seiten meine Schwierigkeiten in der Geschichte anzukommen. Das lag vor allem an Zoe, beziehungsweise dass die Geschichte so holperig gestartet ist. Ich wusste zu Beginn überhaupt nicht, wie ich Zoe einschätzen soll. Sie hat so einen unbeholfenen Eindruck auf mich gemacht, gepaart mit sehr viel Missmut und einer gedrückten Stimmung. Ihr Fast-Mann Jamie hat auf den ersten Seiten ja auch schon einen kurzen Auftritt und ich war sehr erstaunt darüber, dass so ein feierlicher Tag wie die Hochzeit unter solch einem traurigen Deckmantel steht. Diese ersten Kapitel warfen Unmengen an Fragen auf (z.B. was ist zwischen den beiden vorgefallen, dass man als Leser diese Distanz durch die Zeilen spürt?), die aber in jedem Fall bei mir bewirkten, dass Buch schnellstens weiterzulesen, weil ich auf jeden Fall wissen wollte, was es mit all dem auf sich hat!

3. Katie Marsh wagt sich ja mit ihrem zweiten Roman “Du erinnerst mich an morgen” gleich wieder an ein eher schwieriges Thema heran. War es bei “Die Liebe ist ein schlechter Verlierer” der Schlaganfall eines eher jungen Patienten, wird nun eine frühe Alzheimererkrankung thematisiert. Gibt es andere eher tabuisierte/stiefmütterlich behandelte/aussergewöhnliche Themen, von denen du gerne öfter in Romanen lesen würdest?
P: Gerade habe ich mir das Buch "Fuchsteufelsstill" von Niah Finnik zugelegt, da wird die Thematik Asperger aufgeriffen. Die Kritiken zum Buch sind bisher wirklich hervorragend, vielleicht auch deshalb, weil die Niah Finnik selbst von Asperger betroffen ist. Ich hatte bisher nur wenige Romane gelesen, dessen Hauptakteure Autisten waren. Ich denke, dass sich der Buchmarkt dahingehend schon gut entwickelt hat. Mittlerweile gibt es ja auch eine Vielzahl Bücher, die sich beispielsweise mit Depressionen beschäftigen, auch in der Jugendliteratur. Das finde ich gut und wichtig. Problematisch wird es immer nur dann, wenn die Themen nur als Aufhänger genutzt werden, und wenig bis keine Aufklärung mit sich bringen.

4. Du hast ja bereits den Film “Still Alice” gesehen, buchtechnisch aber noch keine Erfahrungen mit dem Thema Alzheimer/Demenz gemacht. Was hast du dir in Bezug auf die Darstellung dieser Krankheit von “Du erinnerst mich an morgen” erwartet? 
P: In "Still Alice" (ich kann den Film nur empfehlen!) erkrankt eine renommierte Sprachwissenschaftlerin an Alzheimer. Im Film wird vor allem authentisch dargestellt, wie sehr die Protagonistin damit zu kämpfen hat, dass sie ihre Intelligenz verliert. Sie arbeitet dahingehend verstärkt an Strategien, um ihrem Gedächtnis jeden Tag auf die Sprünge zu helfen. Für den schlimmsten Fall der Fälle trifft sie aber noch bei vollem Bewusstsein schon Vorkehrungen, falls sie die Krankheit als solche nicht mehr länger ertragen kann. Inbesondere diese Strategien, aber auch die Verzweiflung darüber, dass man etwas aufzuhalten versucht, was nicht aufzuhalten ist, haben mich zumindest schriftsprachlich ausformuliert interessiert. Ich wollte in jedem Fall etwas über die Empfindungen der einzelnen Betroffenen erfahren.

5. Wie sehr ist es der Autorin gelungen, deine Erwartungen zu erfüllen? 
P: Leider muss ich sagen, dass meine Erwartungen kaum erfüllt wurden. Mir hat es an vielen Stellen an wirklicher Emotionalität gefehlt. Dramatisch wird es ohne Frage, aber für mich oft nur an den falschen Stellen.

6. Das Dreieck Gina (erkrankte Mutter), Lily (verkannte Tochter) und Zoe (lost in translation) bietet einigen Zündstoff, Reibungspotential aber auch spannende und berührende Reisen in die Vergangenheit. Wie hat sich deine Haltung den Figuren gegenüber im Verlauf der Geschichte verändert? 
P: Ich würde für mich nun sagen, dass ich wohl am ehesten mit der Mutter sympathisieren würde, die ihr Bestes tat. Lily, die verkannte Tochter, ist im Buch selbst ja wirklich nur eine Nebensache, die immer mal wieder auftaucht, aber nie wirklich zur Sprache kommt. Sie ist zwar da, aber kaum zu greifen. Das finde ich im Nachhinein ziemlich schade. Zu Beginn dachte ich noch, dass Zoe eine Person ist, welche die Zügel in die Hand nimmt, die vor allem Verantwortung übernimmt. Mit den "Enthüllungen" in den Briefen habe ich nur noch wenig für sie erübrigen können, weil es eine Zeit gab, in der sie vor allem für sich selbst keine Verantwortung übernommen hat und ihre Mutter über Jahre hinweg für etwas grämt und bestraft, worüber man vielleicht mal als Teenager sauer sein kann, aber doch nicht als erwachsene Person. Zoe tut in jedem Fall Buße (da stellt sich dann noch die Frage, wie ehrlich diese ist), aber darauf hätte sie auch schon früher kommen können. Ich finde, im Buch stellt sich vor allem gegen Ende gut heraus, was für ein sturer Charakter sie eigentlich ist. Sie wirkt vielleicht auf den ersten Blick ungemein tough, aber eigentlich ist sie mit sich selbst sehr unzufrieden und vor allem unsicher.

7. Ein wichtiger Bestandteil des Buches sind Briefe, die Gina an ihre Tochter Zoe (die ja mehr und mehr ins Zentrum der Handlung rückt) geschrieben hat. Wie hast du das (Spannungs-)Verhältnis zwischen erzählter, also konservierter Vergangenheit und rasant voranschreitender Gegenwart erlebt?
 
P: Die Briefe waren auf jeden Fall ein originelles Stilmittel um beide Handlungsstränge zusammenzuführen. Während die Gegenwart aus Zoes Sicht beschrieben wird, konnten wir in den Briefen Ginas Charakterzüge erfahren und vor allem ihre Sicht der Dinge. Schade war nur, dass die Vergangenheit sehr viel mehr Raum eingenommen hat, als die Gegenwart. So fanden wir es ja beide gewöhnungsbedürftig, dass die Krankheit in der Gegenwart extrem schnell voranschreitet, was einfach diesen Zeitsprüngen geschuldet ist. Letztlich würde ich sogar sagen, dass die Vergangenheit der Aufhänger der Geschichte war und nicht die Demenz selbst. Dahingehend hat die Geschichte auf jeden Fall auch mit meiner Erwartungshaltung kollidiert, weil mich Letzteres eben besonders interessiert hat.

8. Der Titel “Du erinnerst mich an morgen” hat uns beiden Kopfzerbrechen bereitet. Nun ist das Buch seit einigen Tagen beendet. Fällt dir eine schlüssige Interpretation dazu ein?
 
P: Leider finde ich, dass der Titel unglücklich gewählt wurde. Morgen würde ja die Zukunft bedeuten, und um die Zukunft geht es meines Erachtens nie. Es geht vor allem um das Aufarbeiten der Vergangenheit, um vielleicht für die Zukunft mal auf einen Nenner zu kommen. Aber vielleicht bedeutet es auch genau dies? Dass all das Vergangene und all die Konflikte erstmal bereinigt werden müssen, um an ein (glückliches) Morgen zu erleben?

9. Leider hat uns “Du erinnerst mich an morgen” mit eher gemischten Gefühlen und ziemlich enttäuscht zurückgelassen. Was hat dem Buch deiner Meinung nach gefehlt, um wirklich in sich stimmig und somit überzeugend zu sein?
 
P: Ich hätte es besser gefunden, hätte sich die Autorin auf wenige Konflikte konzentriert. Mit voranschreitender Seitenzahl wurden die Beziehungen, die die Geschichte darstellt, teilweise immer abstruser. Mit jedem Brief aus der Vergangenheit kam gefühlt noch ein Hammer hinterher. Weniger ist manchmal mehr, und so hat das Buch insgesamt an Glaubwürdigkeit und Logik eingebüßt. Die letzten Seiten waren für mich zudem extrem kitschig geschrieben, dies hat zu all der Familiendramatik vorher auch nicht ganz gepasst. Ich denke, dass die Idee der Briefe und dieses verworrene Verhältnis zwischen Mutter und Tochter eine gute Romanidee sind, aber Katie Marsh hat das Potenzial einfach nicht genügend ausgeschöpft. Sie hätte sich auf wenige Konflikte beschränken und vor allem den Fokus auf die Gegenwart setzen sollen. Letztlich sollte es ja darum gehen, dass Mutter und Tochter sich wieder einander nähern und dass vielleicht auch in Worten deutlich wird, wie beide die verlorenen Jahre bedauern, jetzt wo die Mutter kaum noch neue Erinnerungen schaffen und behalten kann. Das ist am Ende des Tages aber einfach Geschmackssache. Ich hatte eine ganz andere Erwartungshaltung an die Geschichte, die Rezensionen anderer Blogs zeigen, dass das Buch viele begeisterte Leser hat. Nichtsdestotrotz hat sich die Geschichte gut und zügig gelesen, die Briefe und die immer wiederkehrenden offenen Fragen haben dafür gesorgt, dass ich wissen wollte, wie es nun ausgeht - selbst wenn vieles vorhersehbar war. "Die Liebe ist ein schlechter Verlierer" hatte mir letztes Jahr definitiv mehr zugesagt, trotzdem habe ich "Du erinnerst mich an morgen" für die Idee an sich, den guten Schreibstil und der konstanten Spannung noch mit soliden drei Sternen bewertet.
Vielen Dank dir, liebe Patrizia, für die tolle Leserundenzeit, die spannenden Diskussionen und Plaudereien auch off topic und deine aufgestellte, offene und sympathische Art, die es immer wieder sehr angenehm macht, mit dir zusammenzuarbeiten!!!
 
Wenn ihr selber noch einige Kommentare zum Buch abgeben wollt, dann könnt ihr dies hier bei Patrizia oder hier bei mir sehr gerne machen. Wir freuen uns über alle Meinungen und Ideen.
Weil Patrizia und ich beide ein wenig enttäuscht waren vom Buch, weil dies aber vor allem Geschmackssache ist und bei uns wohl vor allem an den sehr konkreten Erwartungen an die Thematik "Alzheimer" gelegen hat, möchten wir euch noch ein paar Links zu Rezensionen anderer Leser, die total begeistert waren, zeigen.
http://samtpfotenmitkrallen.blogspot.ch/2017/04/blogger-schenken-lesefreude-ich-verlose.htmlUnd weil der Diana Verlag so aufmerksam war und uns neben den Leseexemplaren auch gleich noch zwei druckfrische deutsche Originalausgaben hat zukommen lassen, möchten wir diese gerne zum Welttag des Buches verlosen.
Ihr gelangt hier zur Verlosungsseite, ich drücke euch allen die Daumen.

Nun bleibt mir nur noch, euch einen wunderschönen Welttag des Buches zu wünschen und wir lesen uns bald wieder
Livia

Blogger schenken Lesefreude, ich verlose "Du erinnerst mich an morgen" von Katie Marsh

Liebe Lesesüchtigen

Heute ist der Welttag des Buches und ich werde zum ersten Mal aktiv teilnehmen und ein Buch verlosen.

Wie ihr vielleicht schon gesehen habt, hat mich das Buch "Du erinnerst mich an morgen" von Katie Marsh nun knapp zwei Wochen lang beschäftigt. Zusammen mit der wunderbaren Patrizia vom Blog Maaraavillosa habe ich das Buch in einer Blogleserunde gelesen und gerade wird auch unsere gemeinsame Interview-Rezension dazu online gehen. Der Verlag Diana hat Patrizia und mir aber nicht nur ein Leseexemplar, sondern auch gleich noch die druckfrische deutsche Originalausgabe zukommen lassen. Zwei von euch haben also die Möglichkeit, ein Exemplar von "Du erinnerst mich an morgen" von Katie Marsh zu gewinnen. 


Hier ein paar Informationen zum Buch: 


Beschreibung des Verlages:
Zoe will gerade die Zukunft mit ihrer großen Liebe Jamie beginnen, als sie ihre Vergangenheit einholt. Kurz vor der Trauung erreicht sie der Hilferuf ihrer Mutter, mit der sie seit Jahren nicht gesprochen hat. Ohne nachzudenken verlässt Zoe die eigene Hochzeit und findet eine veränderte Mutter. Die Neuigkeit trifft sie mit voller Wucht: Gina ist mit gerade mal Anfang fünfzig an Alzheimer erkrankt. Der Alltag wird bedrohlicher, die Versöhnung mit ihrer Tochter immer dringlicher. Zoe will Gina beistehen, ist aber auch damit konfrontiert, dass Jamie sie nach der geplatzten Hochzeit verlassen hat. Ist er bereit, ihr eine zweite Chance zu geben? Und können Mutter und Tochter die Vergangenheit überwinden, jetzt da Gina ihre Erinnerung langsam, aber unaufhaltsam verliert?
Originaltitel: A Life Without You
Autorin: Bevor ihr sensationelles Debüt "Die Liebe ist ein schlechter Verlierer" erschien, war Katie Marsh im Gesundheitswesen tätig. Der zweite Roman "Du erinnerst mich an morgen" erzählt von der Alzheimer-Krankheit. Ihre Bücher sind inspiriert von der Tapferkeit der Menschen, die ihr bei ihrer Arbeit begegnet sind. Katie lebt mit ihrer Familie in London.
Paperback, Klappenbroschur: 432 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Angelika Naujokat
Verlag: Diana
Erschienen: 10.04.2017
ISBN: 978-3-453-29190-4 

Und so gewinnt ihr dieses Buch:

  • Hinterlasst einen Kommentar (das geht auch anonym ;-) ) unter diesem Blogpost oder unter dem Blogpost von Patrizia mit einer gültigen Emailadresse und erzählt uns, welches Buch euch zuletzt richtig bewegt hat.
  • Eine doppelte Gewinnchance habt ihr, wenn ihr auf beiden Blogs mitmacht und kommentiert.
  • Wenn ihr teilnehmen wollt, allerdings noch keine 18 Jahre alt seid, braucht ihr bei einem möglichen Gewinn unbedingt die Einverständniserklärung eurer Eltern!
  • Die Verlosung läuft bis nächste Woche Samstag, den 29. April 2017, bis 23.59Uhr. Dann wird die Kommentarfunktion ausgeschaltet und der Gewinner via Zufallsgenerator ausgelost. Die Gewinner werden wir dann am Sonntag, den 30. April auf den Blogs bekannt geben und natürlich auch per Email kontaktieren! (mit Abschicken des Kommentars erklärst Du dich also damit einverstanden, dass wir deinen Vornamen/Bloggernamen hier auf den Blogs veröffentlichen dürfen. Alle anderen persönlichen Daten, Adresse etc., werden selbstverständlich nach Beendigung des Gewinnspiels gelöscht!).
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich!
  • Teilnehmen dürfen alle mit einem Wohnsitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz :)
  • Die Buchgewinne werden unversichert verschickt, also als Buchsendung.

Meine Frühlingsbuchempfehlung für 2017

Guten Abend ihr Lieben

Ich hoffe, dass ihr ein schönes Osterwochenende hattet und möchte euch auf eine tolle Aktion aufmerksam machen. Vielleicht erinnert ihr euch noch an meine Winterbuchempfehlung für 2017. Einmal mehr kann ich es nicht lassen, und will euch zeigen, welche Jahreszeitenbücher ich euch empfehlen kann. Diesmal aber natürlich für den Frühling.
Die Aktion wurde übrigens von Leni und Tanja ins Leben gerufen und sie freuen sich sicher über viele weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Und diese Bücher empfehle ich euch als Frühlingslektüren (ich konnte mich immerhin auf drei beschränken):

Die Brüder Löwenherz - Astrid Lindgren

Beschreibung des Verlages:
Jeden Abend erzählt Jonathan seinem kleinen Bruder Krümel vom Land Nangijala - dem Land der Sagen und der Märchen. Nangijala ist das Land, in das die Menschen nach dem Tode kommen. Und bald ist es soweit - Jonathan und Krümel treffen sich in dem geheimnisvollen Paradies, in dem alle Menschen friedlich zusammen leben. Doch das Leben in Nangijala wird von einem grausamen Tyrannen bedroht - und damit beginnt ein aufregendes Abenteuer für die Brüder Löwenherz …
Astrid Lindgrens fantastischer Abenteuerroman für Kinder wurde vielfach ausgezeichnet und u. a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.
"Astrid Lindgren hätte den Nobelpreis für Literatur tausendmal verdient gehabt. Aber gebraucht hat sie ihn nicht." (Die ZEIT)

Die Brüder Löwenherz war eines meiner liebsten Bücher, als ich noch ein Kind war. Unzählige Male habe ich es mir aus der Bibliothek ausgeliehen und vor einiger Zeit habe ich es mir dann endlich gekauft. Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich es dann wieder gelesen und war erneut total begeistert. Der Frühling spielt vor allem im Kirschblütental eine Rolle und die wunderschönen Beschreibungen - neben der grandiosen Geschichte - machen dieses Buch zu einem wahren Leseschatz.


http://www.droemer-knaur.de/buch/8678302/boulder-lovestories-maerchenzauberMärchenzauber, Boulder Lovestories - Mila Brenner
Beschreibung des Verlages:
Rina ist 26 Jahre und die Besitzerin eines Blumenladens in der idyllischen Kleinstadt Boulder. Der von ihrem Vater geerbte Laden läuft schlecht, die Familienbande ist nach dem tragischen Unfalltod ihres Vaters zerrüttet und sie selbst hatte seit ihrem High School Abschluss keine Beziehung mehr, die über One Night Stands hinaus gegangen wäre.
Auf ihrer Suche nach dem persönlichen Happy End tritt der neu in die Stadt gezogene, attraktive Blair in ihr Leben. Für Rina ist das Happy End zum Greifen nah, doch der Blumenstrauß, den er bei ihr in Auftrag gibt, ist für eine andere Frau in seinem Leben...
»Märchenzauber« ist der erste Band der gefühlvollen »Boulder Lovestories«.

Frühling, Frühlingsgefühle, was passt da besser als ein märchenhafter Liebesroman. Märchenzauber passt da perfekt ins Schema und bietet neben ganz grossen Gefühlen auch viel Tiefgang, Witz und beste Unterhaltung. Ich habe dieses Buch im letzten September gelesen und es sehr, sehr gemocht.


https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Fruehlingsnaechte/Debbie-Macomber/Blanvalet-Taschenbuch/e477260.rhdFrühlingsnächte - Debbie Macomber
Rose Harbour-Reihe:
2. Frühlingsnächte
3. Sommersterne
4. Herbstleuchten 
Beschreibung des Verlages:
Wer Nora Roberts mag, wird Debbie Macomber lieben!
Jo Marie Rose hat nach einem schweren Schicksalsschlag in dem beschaulichen Küstenstädtchen Cedar Cove einen Neuanfang gewagt. Mit ihrem Bed & Breakfast, dem Rose Harbor Inn, steht sie nun vor einer neuen Herausforderung: Als Erinnerung an ihren verstorbenen Mann will sie einen weitläufigen, üppigen Rosengarten anlegen. Hilfe erhält sie dabei von Mark, einem begabten Handwerker, in dessen Gesellschaft sie sich fast schon gefährlich wohl fühlt. Doch auch ihre neuen Gäste halten Jo Marie in Atem, denn Mary und Annie tragen beide ein Geheimnis mit sich herum, dessen Grundsteine in Cedar Cove liegen …
 
Und dieses Buch, nämlich "Frühlingsnächte" von Debbie Macomber  darf in meiner Aufzählung auf keinen Fall fehlen. Es beinhaltet zwar ebenfalls eine Liebesgeschichte, dreht sich aber vor allem um die Lebensgeschichte der sympathischen Jo Marie Rose, welche nach dem tragischen Tod ihres Mannes ein Bed & Breakfast führt und es sich zum Ziel gemacht hat, all ihren Gästen einen unvergesslichen und heilsamen Aufenthalt zu bieten. Beginnt aber unbedingt mit dem ersten Band der Reihe, es lohnt sich.

Ich wünsche euch allen noch einen schönen Abend und grüsse euch lieb
Livia

Gemeinsam Lesen, 11.4.17

Gemeinsam Lesen ist eine von Asaviel ins Leben gerufene Aktion,
die nun von den Schlunzen fortgeführt wird.
Guten Nachmittag ihr alle

Heute früh (oder gestern Nacht) habe ich es einfach nicht geschafft, den Aktionspost schon vorzubereiten, weshalb ich ihn nun zwischen all meinen anderen Erledigungen tippe und mir ab und zu ein paar Minuten gönne, um bei euch zu stöbern. Da freue ich mich schon darauf :-)

Und nun geht es los und ich präsentiere euch mein aktuelles Buch:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade "Du erinnerst mich an morgen" von Katie Marsh und bin aktuell auf Seite 157.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Liebe Zoe, drei weitere Jahre sind vergangen, und du bist jetzt ZWÖLF.

Du erinnerst mich an morgen - Katie Marsh


Beschreibung des Verlages:
Was, wenn deine Zukunft beginnt, dich aber deine Vergangenheit in diesem Moment einholt?
Eine Tochter, die ihre große Liebe heiraten will und sich nicht von einer schmerzhaften Erinnerung lösen kann. Eine Mutter, die sich nach Versöhnung mit ihrer Familie sehnt und langsam ihre Erinnerung verliert. Die berührende Geschichte von Zoe und Gina erzählt von Verlust, zweiten Chancen und bedingungsloser Liebe.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Vielleicht habt ihr es ja schon mitbekommen: ich lese dieses Buch zusammen mit Patrizia in einer öffentlichen Leserunde. Wir haben am Samstag begonnen und gestern ist das Buch dann in die Buchhandlungen gekommen. Weil wir natürlich noch lieber in einer grösseren Runde lesen, laden wir euch von Herzen dazu ein, mit uns mitzulesen. Der Einstieg in die Leserunde ist nämlich jederzeit für alle möglich.
Zudem möchte ich erwähnen, dass ich total begeistert vom Buch bin. Schon der erste Roman der Autorin "Die Liebe ist ein schlechter Verlierer" hat mich überzeugt, aber ihr zweites Buch "Du erinnerst mich an morgen" geht noch einen kleinen Schritt weiter und hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Obwohl die Protagonistin Zoe einen nicht ganz einfachen Charakter hat, kann ich mich sehr gut in sie hineinfühlen, ich bin ja auch nicht immer ganz leicht zu handeln :-)

4. Nimmst du an Lesechallenges teil? Wenn ja, planst du dein Lesen danach oder guckst erst, nachdem du ein Buch gelesen hast, ob es irgendwie passt? (Mikka Liest)
Ja, ich nehme immer mal wieder an Challenges teil und entscheide mich dabei oft für eine Challenge, der ich ein wenig den Vorrang gebe und daran passe ich mein Leseverhalten dann durchaus ein wenig an. Aktuell ist diese Challenge die Nieder mit dem SuB-Challenge von Diana und alle anderen meiner Challenges laufen da ein wenig nebenher.

Wie haltet ihr das mit euren Challenges und dem Leseverhalten? Nehmt ihr überhaupt an Challenges teil? Schreibt es mir gerne in die Kommentare und ich komme auf jeden Fall auf einen Gegenbesuch vorbei.

Ich schicke euch ganz viele sonnige Grüsse
Livia

Reclamrezension: Siegfried

Siegfried - Richard Wagner (Opernlibretto)

Nietzsche über Wanger (Klappentext):
"Wagner hat, sein halbes Leben lang, an die Revolution geglaubt, wie nur irgendein Franzose an sie geglaubt hat...'Woher stammt alles Unheil in der Welt?' fragte sich Wagner. 'Von alten Verträgen'. antwortete er, gleich allen Revolutions-Ideologen. Auf deutsch: von Sitten, Gesetzen, Moralen, Institutionen, von alledem, worauf die alte Welt, die alte Gesellschaft ruht. 'Wie schafft man das Unheil aus der Welt? Wie schafft man die alte Gesellschaft ab?' Nur dadurch, dass man den 'Verträgen? (dem Herkommen, der Moral) den Krieg erklärt. Das tut Siegfried.

Inhalt und Handlung:
In seinem Opernzyklus "Der Ring des Nibelungen" verarbeitete Wagner alte Dichtungen und Sagen zu einem Gesamtkunstwerk und setzte sich damit ein Denkmal. Die Librettotexte, die Skizzen zu Bühnenbild und Kostümen, die Regieanweisungen und die ganze Musik stammen alle aus der Feder Wagners. Mit insgesamt sechzehn Stunden Auffhrungsdauer (ein Vorabend und drei Tage) nimmt dieser Zyklus einen monumentalen Platz in der Operngeschichte und in Wagners Schaffen ein. Im Siegfried (dem zweiten Tag) erzählt Wagner die Geschichte des furchtlosen Heldes Siegfried, der aus dem zerbrochenen Schwert seines Vaters Siegmund und unter Anleitung seines bösartigen Ziehvaters Mime das neue Schwert "Notung" schmiedet und sich danach in die Welt begibt, um das Fürchten zu lernen. Er kämpft unterwegs gegen einen Drachen, den er auch tötet, erfährt dabei von einer geplanten List Mimes und tötet auch diesen, ausserdem begegnet er unterwegs dem Gott Wotan, der von seiner Furchlosigkeit beeindruckt ist.
Ein Vogel flüstert Siegfried zu, dass eine schöne Frau schlafend auf ihn warte, worauf Siegfried sich aufmacht, diese Frau zu finden. Daraufhin findet und erweckt er Brünnhilde und erlebt im Angesicht der Grösse seiner Liebe zu dieser Frau zum ersten Mal in seinem Leben Furcht. Gemeinsam gelingt es den Liebenden, diese Furcht zu überwinden.

Zum Buch:
Ein Vorwort von Wilhelm Zentner leitet in die Geschichte hinein und verrät auch ein paar spannende Details zur Entstehung von Siegfried und zu Wagners Biografie. Natürlich empfiehlt es sich, die wichtigsten Eckpunkte zur Handlung der Tetralogie zu kennen, bevor man ein einzelnes Libretto liest (oder man beginnt einfach mit dem "Rheingold"). Kennt man allerdings die Geschichte und Musik des "Ringes" ein wenig, ist es ein Leichtes, der schwülstigen Sprache Wagners zu folgen. Ausserdem liest sich "Siegfried" in einem Fluss, weil die Dialoge sehr humorvoll gestaltet sind und die Regieanweisungen das Geschehen auf der Bühne bildhaft umschreiben.

Meine Empfehlung:
Es lohnt sich meiner Meinung nach auf jeden Fall, sich mit dem Werk Wagners zu befassen. Sei dies nun mit den Librettotexten oder auch den Opern (hier meine Rezension zu "Lohengrin"). Ausserdem gibt es eine spannende (und sehr umfassende) Biografie über Richard Wagner, die im Piper Verlag erschienen ist.
Es ist aus der heutigen Sicht wohl sehr schwer, die Figur Richard Wagner in ihrer Gänze zu erfassen. Sein Weltbild (inklusive Antisemitismus) entsprach der damaligen Zeit, sein Frauenbild war von negativen Erfahrungen geprägt und die Tatsache, dass fast in jeder Oper fast alle Figuren am Ende einen qualvollen (Liebes-)Tod sterben geht weit in seine Kindheit zurück, dies geschah nämlich schon seinen Puppen beim Spielen immer.
Ein magisches Stück Musik (welches im Film Melancholia von Lars von Trier als Filmmusik verwendet wurde) ist übrigens das Vorspiel zu Wagners tragischer Oper Tristan und Isolde. Hört es euch gerne an.

Zusätzliche Infos:
Titel: Siegfried
Autor: Richard Wagner
Reclam Taschenbuch: 96 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Reclam
ISBN: 3-15-005643-8

Blogleserunde zu "Du erinnerst mich an morgen" von Katie Marsh

Ein fröhliches Hallo in die Runde, ihr Lieben

Ich bin schon ganz aufgeregt und freue mich, bald ins Buch "Du erinnerst mich an morgen" von Katie Marsh hineinzuschnuppern. Wie ihr aber vielleicht schon gesehen habt, muss ich mich nicht alleine freuen, sondern darf gemeinsam mit Patrizia vom Blog Maaraavillosa eine Leserunde bestreiten. Davon haben wir euch ja schon am letzten Samstag erzählt. Wir würden uns natürlich freuen, wenn ihr fleissig mitlesen würdet, denn ein Einstieg ist selbstverständlich jederzeit möglich. Das Buch ist ab dem 10.4.17 in allen Buchhandlungen erhältlich und vielleicht ist es ja von einigen von euch vorbestellt worden und bereits jetzt unterwegs. Es lohnt sich aber so oder so, diese Leserunde ein wenig zu verfolgen und vor allem am 23.4.17 bei uns vorbeizulesen und sich unsere Aktion zum Welttag des Buches anzuschauen :-)

In diese Abschnitte haben wir das Buch eingeteilt (Seitenzahlen beziehen sich auf das Leseexemplar):
1.   7.4. (bei uns beiden): allgemeine Eindrücke, Anmeldungen zur Leserunde, keine Spoiler erlaubt
2.   9.4. (bei Patrizia): Anfang bis S. 80, spoilern ausdrücklich erwünscht
3. 11.4. (bei mir): S. 80 - S. 157, spoilern ausdrücklich erwünscht
4. 13.4. (bei Patrizia): S. 157 - S. 223, spoilern ausdrücklich erwünscht
5. 15.4. (bei mir): S. 223 - S. 300, spoilern ausdrücklich erwünscht
6. 17.4. (bei Patrizia): S. 300 - S. 365, spoilern ausdrücklich erwünscht
7. 19.4. (bei mir): S. 365 bis Schluss, spoilern ausdrücklich erwünscht
8. 23.4. (bei uns beiden): Interview-Rezensionen, allgemeine Eindrücke nach der Lektüre, kleine Überraschung zum Welttag des Buches 2017, keine Spoiler erlaubt
Darum geht es im Buch:
Du erinnerst mich an morgen - Katie Marsh

Beschreibung des Verlages:
Was, wenn deine Zukunft beginnt, dich aber deine Vergangenheit in diesem Moment einholt?
Eine Tochter, die ihre große Liebe heiraten will und sich nicht von einer schmerzhaften Erinnerung lösen kann. Eine Mutter, die sich nach Versöhnung mit ihrer Familie sehnt und langsam ihre Erinnerung verliert. Die berührende Geschichte von Zoe und Gina erzählt von Verlust, zweiten Chancen und bedingungsloser Liebe. 

Nun aber zu den ersten (spoilerfreien) Eindrücken:
Wie ihr unschwer erkennen könnt, ist auch dieses Buchcover - wie bereits das Cover vom ersten Buch der Autorin "Die Liebe ist ein schlechter Verlierer" - ein kleines Meisterwerk. Bunte Blütenblätter, Regentropfen oder Tränen bewegen sich vom Zentrum weg (oder zum Zentrum hin?) und wirken auf mich sehr in sich ruhend und trotzdem bewegt. Ausserdem strahlt das Cover eine zarte, weiche und leichte Grundstimmung aus, die trotzdem sehr tiefsinnig daherkommt. Ohne spoilern zu wollen - diese Information findet ihr schon, wenn ihr einmal kurz auf der Verlagsseite stöbert oder auch einfach nur den Klappentext genau lest - wird in diesem zweiten Buch der Autorin ebenfalls eine schwere Krankheit thematisiert. Es handelt sich dabei um Alzheimer/Demenz und ich bin schon sehr neugierig, wie es der Autorin gelingt, diese Erkrankung mit teilweise dramatischem Verlauf, der vor allem für die Angehörigen der betroffenen Person nicht leicht zu akzeptieren ist, in ihre Geschichte zu integrieren. Das Cover lässt auf jeden Fall schon einmal auf viel Melancholie aber auch bunte, lichte Momente hoffen.

Weitere Bücher und Materialien zum Thema:
Der Verlag stellt auf seiner Seite zum Buch einige Materialien zur Verfügung. Wer mag, kann beispielsweise gerne in die Leseprobe (pdf) hineinschnuppern und sich so einen ersten Eindruck verschaffen. 
In meiner bisherigen Bloggerzeit habe ich zudem zwei Bücher gelesen (oder erinnere mich an zwei Bücher), welche sich mit Alzheimer befassen. Einmal war da "Der alte König in seinem Exil" von Arno Geiger. Geiger schreibt darin sehr persönlich über die schleichende Erkrankung seines Vaters und wie sich diese auf das Leben der ganzen Familie und vor allem auf seine Beziehung zum Vater ausgewirkt hat.
In "A History of Loneliness" von John Boyne wird Alzheimer zwar nur am Rande erwähnt, wirkt sich aber trotzdem sehr stark auf den Protagonisten Odran aus. Seine Schwester ist nämlich an Alzheimer erkrankt und da sie eine der wichtigsten Personen in seinem Leben ist, wird ihre Isolation auch zu seiner Isolation und ihr Vergessen zu seiner Einsamkeit.
Patrizia hat übrigens in ihrem Leserundenpost auf den Film "Still Alice", ebenfalls passend zum Thema, hingewiesen. Ich kenne ihn noch nicht, sie empfiehlt ihn aber von Herzen weiter.

Los gehts:
Und nun darf gestartet werden und am Sonntag lesen wir uns wieder und plaudern und spoilern in den Kommentaren über den ersten Abschnitt. Schaut auf jeden Fall noch bei Patrizia vorbei. Es ist sehr spannend, in welchen Punkten sich unsere Einschätzungen gleichen aber auch voneinander unterscheiden.

Es bleibt mir nur noch, euch ein erholsames Wochenende mit vielen sonnigen Lesestunden zu wünschen.
Alles Liebe euch
Livia

Rezension: So geht Kunst

https://www.randomhouse.de/Buch/So-geht-Kunst/Grayson-Perry/Prestel/e518769.rhdSo geht Kunst - Grayson Perry

Beschreibung des Verlages:
Zeitgenössische Kunst lässt viele Menschen oft ratlos zurück: „Das soll jetzt Kunst sein?“, „Was unterscheidet eigentlich ‚gute‘ von ‚schlechter‘ Kunst?“, „Und wer entscheidet das eigentlich?“ – Der britische Künstler und Exzentriker Grayson Perry stellt sich all diesen Fragen und nimmt die Leser mit auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der Gegenwartskunst. Basierend auf seinen populären „Reith Lectures“ für die BBC erzählt er als Insider in wunderbar anschaulichem und witzigem Plauderton vom Sinn und Unsinn im internationalen Kunstzirkus. Dabei bietet er einen unterhaltsamen Einstieg in das Thema und überzeugt mit der ihm eigenen Mischung aus Witz, Ironie, klaren Beobachtungen sowie präzisen Fakten. Perrys humorvolle wie augenzwinkernde Zeichnungen runden dieses kurzweilige Buch ab und machen es zu einem idealen Kunstführer durch die zeitgenössische Kunst, ihre Szenen, ihre Spielstätten und das große Rad des Geldes – die ideale Vorbereitung für den nächsten Besuch einer Galerie oder einer Ausstellung!

Meine Meinung:
Gestern bei der Aktion Gemeinsam Lesen schrieb ich "dieses Buch riecht einfach nur - sorry - verdammt gut". Dies ist aber nicht alles. Grayson Perry, der sich selber als "töpfernden Transvestiten" bezeichnet, kennt die Kunstwelt sehr genau, bewegt er sich doch bereits mehrere Jahrzehnte darin. Und weil er so gut weiss, wie der Hase läuft, hat er den Mut, Fragen zu stellen (und auch gleich mögliche Antworten darauf zu geben, die sich Besucher von Galerien vielleicht nicht einmal zu fragen wagen.
Und bei aller wissenschaftlichen Vorgehensweise warnt Perry gleich zu Beginn scherzhaft:

"Ich werde aus meinen persönlichen Erfahrungen verallgemeinernde Schlüsse über die Kunstwelt ziehen."
(S. 12)

Und das, liebe Leserinnen und Leser, macht genau den Charme dieses Buches aus. Perrys Liebe zur Kunst und Kunstwelt lässt sich im ganzen Buch erkennen und jede noch so provokativ formulierte Kritik lässt trotzdem durchschimmern, wie sehr es Grayson Perry am Herzen liegt, die Allgemeinheit an seiner Liebe und seinem Verständnis von Kunst teilhaben zu lassen.
Von der Kunst über die Galerien und Kuratoren bis hin zum Künstler und wieder zurück schreibt Perry über verschiedenste gesellschaftliche und politische Einflüsse von und auf Kunst und berichtet auch sehr offen und persönlich über seinen Werdegang, seine Haltung und seine Entwicklung.

"Die Grundfrage, die ich stellen möchte, lautet: Wie wird man ein zeitgenössischer Künstler? Ich könnte antworten: 'Nun, man sagt einfach, man sei einer, und fängt an, irgendetwas zu machen', aber ich glaube, die Sache ist komplexer."
(S. 113)

Bis hin zum Kunstverständnis im Verlauf der Geschichte gehen also Perrys Ausführungen und für mich waren seine Erläuterungen und Überlegungen zu den Thesen „Alles ist Kunst“ und „Jeder ist ein Künstler“ (Joseph Beuys) vor allem darum sehr spannend, weil es bei uns in der Musik ähnliche Aussagen von John Cage aus der gleichen Zeit gibt. Und genau so, wie übrigens niemand zu fragen wagt, was denn nun Kunst sei, ist diese Frage auch in der Musik oft verpönt.

Schreibstil:
Mit viel Witz, Ironie, grossem Fachwissen und einem ganz persönlichen Charme führt Perry durch Themen, die ihm am Herzen zu liegen scheinen und wirft dabei mit Beispielen nur so um sich, dass es eine wahre Freude ist. Immer wieder muss dabei übrigens Marcel Duchamps "Urinal" (sein weltberühmtes Kunstwerk "Fountain") herhalten. Aber nicht nur dieser Meilenstein der Kunstgeschichte, sondern auch viele andere bekannte und weniger bekannte Kunstwerke/Kunstprojekte und Künstler/innen werden beleuchtet und in eine kurze historische Abhandlung integriert.
Passend zur sehr unterhaltsamen Sprache präsentieren sich dreissig von Perry selber gemalte und ebenfalls sehr amüsante Zeichnungen, welche sich gut in die einzelnen Kapitel eingliedern.

Meine Empfehlung:
Besonders gerne mochte ich ja, dass Perry doch einiges an Allgemeinwissen bei seinen Lesern voraussetzt und somit nicht immer komplett ins Detail gehen muss. Wer dies also scheut (oder nicht bereit ist, einzelne Dinge nachzuschlagen) wird wohl seine Mühe mit "So geht Kunst" haben. Wer allerdings offen und interessiert ist, sich nicht nur mit Fantasy-Trash sondern auch mit den Tagesthemen auseinandersetzt und sich für zeitgenössische Kunst begeistert oder begeistern lassen will, dem empfehle ich "So geht Kunst" von Herzen weiter.

Zusätzliche Infos:
Titel: So geht Kunst
Originaltitel: Playing to the Gallery: Helping Contemporary Art in its Struggle to Be Understood.
Autor: Grayson Perry (*1960) ist freischaffender Künstler, Keramiker, Teppichweber, Autor, Dozent und Moderator. Im Jahr 2003 gewann er den renommierten Turner Prize. Bekannt geworden ist Perry mit seinen Keramikvasen, deren klassische Formen er mit hellen bunten Farben und freien Motiven gestaltet. Als Motiv taucht in seinen Arbeiten häufig sein weibliches Alter Ego „Claire“ auf. Mit dieser Figur und seine Crossdressing-Aktionen inszeniert Perry sich als Transvestit und thematisiert die Diskussion um „neutral gender“ auf spielerische Weise. Er lebt in London und ist mit der Psychotherapeutin Philippa Perry verheiratet.
Gebundenes Buch, Pappband: 144 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache:
Übersetzt von:
Verlag: Prestel
Erschienen: 27.03.2017 
ISBN: 978-3-7913-8336-1

Gemeinsam Lesen, 4.4.17

Gemeinsam Lesen ist eine von Asaviel ins Leben gerufene Aktion,
die nun von den Schlunzen fortgeführt wird.
Hallo ihr Lieben

Bevor ich mich gleich wieder in die Arbeit stürze (und mir dann am Abend eine kleine Party zur Entspannung gönne), möchte ich euch noch ein wenig in mein aktuelles Buch spähen lassen.

Schreibt mit doch gerne in die Kommentare, welche Lektüre bei euch gerade für Reisen in fremde Welten sorgt. Ich komme dann sehr gerne auf einen Gegenbesuch vorbei.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade "So geht Kunst" von Grayson Perry und bin aktuell auf Seite 58.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
In den letzten Jahren ist das eine ziemlich verbreitete Taktik - Leute erklären etwas, das sie sowieso gern tun wollten, zu Kunst, um ihm irgendwie Respekt zu verschaffen.

https://www.randomhouse.de/Buch/So-geht-Kunst/Grayson-Perry/Prestel/e518769.rhdSo geht Kunst - Grayson Perry

Beschreibung des Verlages:
Zeitgenössische Kunst lässt viele Menschen oft ratlos zurück: „Das soll jetzt Kunst sein?“, „Was unterscheidet eigentlich ‚gute‘ von ‚schlechter‘ Kunst?“, „Und wer entscheidet das eigentlich?“ – Der britische Künstler und Exzentriker Grayson Perry stellt sich all diesen Fragen und nimmt die Leser mit auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der Gegenwartskunst. Basierend auf seinen populären „Reith Lectures“ für die BBC erzählt er als Insider in wunderbar anschaulichem und witzigem Plauderton vom Sinn und Unsinn im internationalen Kunstzirkus. Dabei bietet er einen unterhaltsamen Einstieg in das Thema und überzeugt mit der ihm eigenen Mischung aus Witz, Ironie, klaren Beobachtungen sowie präzisen Fakten. Perrys humorvolle wie augenzwinkernde Zeichnungen runden dieses kurzweilige Buch ab und machen es zu einem idealen Kunstführer durch die zeitgenössische Kunst, ihre Szenen, ihre Spielstätten und das große Rad des Geldes – die ideale Vorbereitung für den nächsten Besuch einer Galerie oder einer Ausstellung!

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Zuerst einmal: dieses Buch riecht einfach nur - sorry - verdammt gut. Es riecht nach Galerie, nach Katalog, nach Hochglanz und nach Professionalität. Es ist toll gestaltet und aufgemacht, die Bilder gefallen mir sehr gut und die Seiten fühlen sich genau richtig an. Nicht zu dick, nicht zu dünn. Nur leider ist das Buch nicht im Blocksatz gesetzt, das würde wahrscheinlich noch ein wenig besser passen, denke ich.
Aber nun zum Inhalt: Grayson Perry - der sich selber als "töpfernder Transvestit" bezeichnet - plaudert aus dem Nähkästchen, erzählt von Erfahrungen und Erlebnissen im Kunstbetrieb und irgendwie gelingt ihm dies so gut, dass es für mich sehr spannend und unterhaltsam zu lesen ist. Ein gewisser Anspruch an den Leser vermischt sich mit den nötigen Sachinformationen und ich kann vieles auch auf die Musikerwelt übertragen, was mir natürlich besonders gut gefällt.

4. Auf welche Neuerscheinung freust du dich 2017 am meisten?
Oh.....peinlich, peinlich. Ich verpasse das immer total. Ich habe so viel zu lesen und weiss so oder so nie, wo ich beginnen soll. Und weil ich weiss, dass ich dann immer sofort alles haben will, stöbere ich auch nicht zu oft in Katalogen und im Internet. Was ich aber mache: ich schaue mir Neuerscheinungen bei einigen Bloggern an, denen ich vertraue. So hole ich mir die nötigen Infos.

Wie haltet ihr das mit den Neuerscheinungen? Seid ihr immer auf dem Laufenden oder verpasst ihr auch immer alles?

Lese-Statistik März 2017

Guten Abend ihr Lieben

Bevor ich mich gleich ins Land der Träume aufmache, möchte ich euch noch meine Lesestatistik aus dem März präsentieren. Leider konnte ich nicht ganz so viele Bücher lesen, wie geplant, weil ich abends oft einfach nur total kaputt ins Bett gefallen bin und gar keine Energie mehr für meine Bücher aufbringen konnte. 
Gerade bin ich aber wieder total motiviert und hoffe, meine tollen Neuzugänge aus dem März schon ganz bald zu lesen.

Ansonsten war der März ein wirklich gut gefüllter Monat mit vielen Proben, anstrengenden und langen Tagen und vielen Emotionen. Der Liebste ist nämlich seit gestern nach sechs Wochen Prüfungszeit in Deutschland endlich wieder in der Schweiz und dies sogar für ganze drei Wochen am Stück. Das freut mich natürlich sehr, obwohl wir beide sehr viel um die Ohren haben werden in dieser Zeit.

Nun aber meine gelesenen Bücher im März 2017 (ein Klick aufs Bild führt zum Verlag):
https://www.reclam.de/ https://www.randomhouse.de/Buch/Ich-gebe-dir-die-Sonne/Jandy-Nelson/cbt/e499507.rhd http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/axolotl-roadkill-9783548283234.html?cHash=994695c7de1563b41d8a880b95f102af https://www.carlsen.de/ https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Kinder-der-Rothschildallee/Stefanie-Zweig/Heyne/e329601.rhd 

Meine Rezensionen im Überblick:
Der Schuß von der Kanzel - Conrad Ferdinand Meyer   (61 Seiten)
Ich gebe dir die Sonne - Jandy Nelson   (480 Seiten)
Axolotl Roadkill - Helene Hegemann   (208)
Arkadien brennt - Kai Meyer   (416 Seiten) 
Die Kinder der Rothschildallee - Stefanie Zweig   (400 Seiten) 

Und zum Schluss noch ein paar Zahlen:
Gelesene Bücher: 5
Gelesene Seiten: 1565
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 50.5 Seiten
SuB am Monatsbeginn: 246
Aktueller SuB: 243
Differenz: -3 

Ankündigung: Leserunde mit Patrizia zu "Du erinnerst mich an morgen" von Katie Marsh

 
Hallo und einen wunderschönen Samstag ihr Lieben

Vielleicht erinnert ihr euch noch an die Leserunde zum Buch "Die Liebe ist ein schlechter Verlierer" von Katie Marsh. Zusammen mit der wunderbaren Patrizia vom Blog Maaraavillosa habe ich vor fast genau einem Jahr eine tolle Lesezeit verbracht und diese dann auch noch mit einer Interviewrezension zum Buch abschliessen können.

Ähnliches wird im April geschehen. Wir haben nämlich beide den zweiten Roman von Katie Marsh "Du erinnerst mich an morgen" vom Diana-Verlag bekommen, was uns natürlich unendlich gefreut hat. Und weil wir schon einmal so gut harmoniert haben, wollen wir dieses Buch gleich auch zusammen lesen.
Weil es in der Gruppe aber noch viel mehr Spass macht, laden wir euch alle ein, mitzulesen, mitzufiebern, Kommentare zu hinterlassen und in den Leseeindrücken zu stöbern.

Darum geht es im Buch:
https://www.randomhouse.de/Paperback/Du-erinnerst-mich-an-morgen/Katie-Marsh/Diana/e513971.rhd Du erinnerst mich an morgen - Katie Marsh

Beschreibung des Verlages:
Was, wenn deine Zukunft beginnt, dich aber deine Vergangenheit in diesem Moment einholt?
Eine Tochter, die ihre große Liebe heiraten will und sich nicht von einer schmerzhaften Erinnerung lösen kann. Eine Mutter, die sich nach Versöhnung mit ihrer Familie sehnt und langsam ihre Erinnerung verliert. Die berührende Geschichte von Zoe und Gina erzählt von Verlust, zweiten Chancen und bedingungsloser Liebe.


So wird alles ablaufen:
Am Freitag, 7.4.17 starten wir unsere Leserunde. Ab dann könnt ihr euch anmelden, eure Links hinterlassen und fleissig kommentieren. Ab dann wird es alle paar Tage Platz für ganz viele Kommentare zu den verschiedenen Abschnitten geben. Wie auch im letzten Jahr werden wir übrigens anschliessend wieder zwei Interview-Rezensionen schreiben (ganz nach dem Vorbild der lieben Inka & der lieben Nicole) und wir freuen uns natürlich, wenn ihr uns auch euren Rezensionslink in die Kommentaren schreibt.

In diese Abschnitte haben wir das Buch eingeteilt:
1.   7.4. (bei uns beiden): allgemeine Eindrücke, Anmeldungen zur Leserunde, keine Spoiler erlaubt
2.   9.4. (bei Patrizia): Anfang bis S. 80, spoilern ausdrücklich erwünscht
3. 11.4. (bei mir): S. 80 - S. 157, spoilern ausdrücklich erwünscht
4. 13.4. (bei Patrizia): S. 157 - S. 223, spoilern ausdrücklich erwünscht
5. 15.4. (bei mir): S. 223 - S. 300, spoilern ausdrücklich erwünscht
6. 17.4. (bei Patrizia): S. 300 - S. 365, spoilern ausdrücklich erwünscht
7. 19.4. (bei mir): S. 365 bis Schluss
8. 21.4. (bei uns beiden): Rezensionen, allgemeine Eindrücke nach der Lektüre, keine Spoiler erlaubt 

Wir freue uns natürlich, wenn ganz viele von euch mitlesen oder auch sonst irgendwie teilnehmen, in den Leseeindrücken stöbern und Kommentare hinterlassen. Und ganz, ganz, ganz herzlich möchten wir uns noch bei den Mitarbeiterinnen von Diana bedanken, die uns die Leseexemplare zugeschickt haben und "ohne die wir vielleicht diese Veröffentlichung vollkommen vercheckt hätten :-)" (Zitat Patrizia)

Ganz liebe und sonnige Grüsse euch allen und auf bald
Livia

Neuzugänge März 2017

Ein grosses Hallo in die Runde, ihr lieben Mitsüchtigen

Während ich noch ein wenig Sonne geniessen darf, möchte ich jetzt meinen Neuzugängepost für den Monat März tippen, da im März hoffentlich vermutlich keine weiteren Bücher bei mir eintreffen werden. Und diese Schätze sind im März zu mir gekommen:

Ich habe mich im März nicht wirklich an meine Vorsätze bezüglich Lesen und SuB gehalten und mir ein paar Rezensionsexemplare gegönnt, die einfach zu der Richtung passen, die ich mit meinem Blog vermehrt einschlagen möchte. Im März herrschen nämlich Kunst und Kultur vor und das wird dann noch mit einer wunderbaren Überraschung ergänzt :-)
Dass ich mich vor allem für Komponisten aus der ehemaligen Sowjetunion interessiere, sollte wohl kein Geheimnis mehr sein. Deswegen sollte wohl "Der Lärm der Zeit", ein biografisch angehauchter Roman oder eine romanhafte Biografie über den russischen Komponisten Schostakowitsch, unbedingt zu mir finden.
Ein weiteres Rezensionsexemplar musste ich mir einfach zuschicken lassen und das erste vorsichtige Blättern im Buch hat bereits gezeigt, dass ich total richtig gehandelt habe. "So geht Kunst" von Grayson Perry wurde mir angeboten und da konnte ich nicht verzichten. Es soll darin vor allem um zeitgenössische Kunst gehen, was ich natürlich toll finde.
Und dann gab es noch eine tolle Überraschung für mich. Patrizia vom Blog Maaraavillosa schrieb mir nämlich, dass ihr ein Exemplar von "Du erinnerst mich an morgen" zugestellt worden sei und fragte mich, ob ich das zweite Buch der Autorin Katie Marsh mit ihr gemeinsam lesen möchte. Als ich mich dann beim Verlag erkundigte, ob es möglich wäre, mir ebenfalls ein Buch zukommen zu lassen, wurde mir gesagt, dass ein Buch bereits unterwegs sei, was mich von Herzen freute. Weitere Infos gibt es übrigens am 1.4.17, schaut an diesem Tag unbedingt bei Patrizia und mir vorbei.
http://www.kiwi-verlag.de/buch/der-laerm-der-zeit/978-3-462-04888-9/https://www.randomhouse.de/Buch/So-geht-Kunst/Grayson-Perry/Prestel/e518769.rhdhttps://www.randomhouse.de/Paperback/Du-erinnerst-mich-an-morgen/Katie-Marsh/Diana/e513971.rhd
https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Sturmschwester/Lucinda-Riley/Goldmann/e470965.rhd
Zudem war ich mit meinem besten Freund in einer Buchhandlung und habe mir dort ein Buch gegönnt, das schon sehr lange auf meiner Wunschliste steht und zudem eine Reihenfortsetzung ist. Vielleicht erinnert ihr euch noch an meine begeisterte Rezension zu "Die sieben Schwestern" von Lucinda Riley. Nun habe ich mir den nächsten Band "Die Sturmschwester" geschnappt und werde mir das Buch hoffentlich im Sommer vornehmen können.

Wer kennt einen meiner neuen Schätze?
Womit soll ich beginnen?

Und noch ein wenig Statistik:
Geschenkte Bücher: -
Rezensionsexemplare: 3
Gekaufte Bücher: 1
Eingesammelte Bücher: -
Gesamte Neuzugänge: 4
SuB am Monatsbeginn: 246
Aktueller SuB: 243 

Rezension: Die Kinder der Rothschildallee

Die Kinder der Rothschildallee - Stefanie Zweig
Die Rothschildsaga (2)

Beschreibung des Verlages:
Der Boykott der jüdischen Geschäfte im April 1933 nimmt dem Kaufmann Johann Isidor Sternberg jede Hoffnung auf eine Zukunft in Deutschland. Er, seine Frau Betsy, die Kinder und Enkel werden zu Aussätzigen in ihrer geliebten Heimatstadt Frankfurt. Die Nazis nehmen ihnen Arbeit, Sicherheit und schließlich die Heimat. Die Bedrohung ihres Lebens wird für die jüdische Familie Sternberg zur schrecklichen Normalität.

Meine Meinung:
"Die Kinder der Rothschildallee" hat mich anfangs nicht so sehr gefesselt, weil mir die Handlung ein wenig zu beiläufig erzählt worden ist und nur so dahinplätscherte. Nach und nach verdüsterte sich aber die Stimmung, der Krieg rückt näher, die Ereignisse überschlagen sich und ich konnte die Figuren, ihre Beklemmung, ihre Situation und ihre Zukunftsängste immer besser fassen. Die einzelnen Figuren sind meiner Meinung nach sehr differenziert ausgestaltet und nach und nach konnte auch ich sie ohne Probleme unterscheiden und das heisst etwas, da ich wirklich ab und an so meine Schwierigkeiten mit Namen habe.
Auch sehr spannend fand ich übrigens die Einbettung der vielen jüdischen Traditionen, welche die Autorin - selber ja auch Jüdin - sehr gelungen mit der Handlung verweben konnte.
 
Schreibstil und Handlung:
Wie bereits erwähnt war ich anfangs ein wenig irritiert vom Schreibstil. Einerseits war der durchs ganze Buch hindurch sehr flüssig, aber andererseits war genau dieser Schreibstil mir am Anfang der Erzählung zu oberflächlich. Auch konnte ich die Position der Autorin nicht wirklich einordnen. Gerade am Anfang, bei dem die Eltern Betsy und Johann Isidor oft zu Wort kommen, war mir die Grundhaltung ein wenig zu belehrend und auch frauenfeindlich. Aber dann hat sich die Stimmung komplett geändert. Die Bedrohung wird immer fassbarer, die ganzen Ereignisse dramatischer und trauriger. Handlung und Schreibstil passen immer besser zusammen und vereinen sich zu einem stimmigen Ganzen.

Meine Empfehlung:
Dieses Buch ist der zweite Teil einer Trilogie. Meiner Meinung nach ist es nicht notwendig, den ersten Teil zu lesen, weil die Bücher doch sehr für sich stehen. Wer aber natürlich mehr über die Kindheit und Jugend der Rothschildallee-Kinder erfahren will, kann dies im ersten Band machen.
Eine totale Leseempfehlung von mir, weil dieses Buch sehr eindringlich geschrieben ist und die Situation einer jüdischen Familie unmittelbar vor und während des zweiten Weltkrieges beleuchtet und mit flüssiger aber trotzdem tiefgründigen Sprache erzählt.

Titel: Die Kinder der Rothschildallee
Autorin: Stefanie Zweig, 1932 in Oberschlesien geboren, wanderte im Zuge der nationalsozialistischen Verfolgung 1938 mit ihren Eltern nach Kenia aus und verlebte ihre Kindheit auf einer Farm. Ihre Romane "Nirgendwo in Afrika" und "Nur die Liebe bleibt" schildern diese Zeit. Nach der Rückkehr nach Deutschland im Jahre 1947, die Stefanie Zweig in dem Roman "Irgendwo in Deutschland" beschreibt, zog ihre Familie schon bald in das Haus in der Rothschildallee.
Stefanie Zweig hat dreißig Jahre lang das Feuilleton einer Frankfurter Tageszeitung geleitet und lebte bis zu ihrem Tod 2014 als freie Schriftstellerin in Frankfurt. Für ihre Jugendbücher wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Alle ihre großen Romane standen wochenlang auf den Bestsellerlisten und erreichen eine Gesamtauflage von über 7,5 Millionen Büchern. 1993 erhielt Stefanie Zweig die "Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland". "Nirgendwo in Afrika" wurde von Caroline Link verfilmt und erhielt 2003 den "Oscar" für den besten ausländischen Film.
Taschenbuch: 400 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Heyne
Erschienen: 08.12.2010 
ISBN: 978-3-453-40778-7 

25. Gemütliches Lese-Miteinander

Hallo ihr Lieben

Ich freue mich schon auf heute Abend. Ab 18.00 Uhr werden wir ganz gemütlich und hoffentlich bei viel Sonne miteinander lesen. Wir lesen zum Thema Vergangene Zeiten. Lest historische Romane, Biografien, Erlebnissberichte und stellt euch auf ganz viele Fragen zum Thema ein (keine Angst, jede Lektüre ist erlaubt).

Vielleicht macht ihr ja dann noch ein wenig Werbung und lasst mir dann einfach den Link zu eurem Startpost da, damit wir uns alle gegenseitig besuchen können.

Bis später und ganz liebe Grüsse
Livia


Wer liest mit?

    Was geschieht heute?
    • 18.00 Uhr: Start, Vorstellungsrunde
    • 19.00 Uhr: 1. Update
    • 20.00 Uhr: 2. Update
    • 21.00 Uhr: 3. Update
    • 22.00 Uhr: 4. Update
    • 23.00 Uhr: letztes Update, Fazit

    18.00 Uhr
    Es ist 18.00 Uhr und ich sitze auf meinem Balkon in der Sonne. Sobald es kühler oder dunkler (oder beides) wird, ziehe ich mich in meinen Lesesessel und später vielleicht auch gleich in/auf mein Bett zurück. Da ich fast alles erledigt habe, was ich heute erledigen wollte und nur noch ein wenig aufräumen muss, sollte ich auch ordentlich zum Lesen und Besuchen kommen.

    1. Welches Buch liest du heute und auf welcher Seite startest du?
    2. Wo liest du? Zeigst du uns vielleicht deinen Leseplatz?
    3. Und nun bin ich natürlich noch gespannt, was du dir zum Abendessen/Knabbern/Trinken gönnst :-)

    1. Ich lese gerade "Die Kinder der Rothschildallee" von Stefanie Zweig und starte auf Seite 148. Wer weiss, vielleicht schaffe ich es sogar, das Buch heute zu beenden, das wäre toll.

    Die Kinder der Rothschildallee - Stefanie Zweig

    Beschreibung des Verlages:
    Der Boykott der jüdischen Geschäfte im April 1933 nimmt dem Kaufmann Johann Isidor Sternberg jede Hoffnung auf eine Zukunft in Deutschland. Er, seine Frau Betsy, die Kinder und Enkel werden zu Aussätzigen in ihrer geliebten Heimatstadt Frankfurt. Die Nazis nehmen ihnen Arbeit, Sicherheit und schließlich die Heimat. Die Bedrohung ihres Lebens wird für die jüdische Familie Sternberg zur schrecklichen Normalität.

    2./3. Wie gesagt starte ich auf dem Balkon. Den zeige ich euch gleich zusammen mit meinem Abendessen (Kartoffel-Gemüse-Gratin mit einem Glas Wein). Später ziehe ich mich wohl auf meinen Lesesessel und in/auf mein Bett zurück.



    19.00 Uhr
    Und schon ist die erste Stunde vorbei. Ich hoffe, dass ihr es euch schon total gemütlich machen konntet, das Essen und die Sonne so geniessen konntet, wie ich und möchte gleich die nächste Fragen stellen.

    4. Liest du oft historische Romane/Erlebnisbereichte, welche dich in eine andere Zeit entführen?
    5. Hast du dein heutiges Buch bewusst zum Thema gewählt? Inwiefern passt es zu unserem heutigen Motto?


    4. Nun ja, gerade mit Mittelalterromanen tue ich mich ja oft ein wenig schwer. Leider. Irgendwie sind mir diese Bücher manchmal ein wenig zu langatmig und zu romantisch verspielt. Schliesslich war das Mittelalter eine ziemlich derbe Zeit. Ausserdem fehlt mir da immer wieder auch der Anspruch an den Leser.

    5. Na klar, ich habe ja auch das Motto gewählt :-) Ich bleibe aber bewusst beim Zeitzeugenbericht und werde auch - sollte ich dieses Buch heute beenden - nachher gleich zu einem weiteren Buch zum Thema greifen.


    20.00 Uhr

    Es ist schon 20.00 Uhr und erst langsam wird es dunkel, Wahnsinn.
    Ich hoffe, dass ihr bis jetzt einen schönen Leseabend hattet. Nun würde ich euch gerne bitten, ein paar Details zu eurem Buch loszuwerden :-)

    6. Faszination Mittelalterroman/historischer Roman, etwas, das ich fast gar nicht nachvollziehen kann, weil ich leider nicht nur gute Erfahrungen damit gemacht habe. Kannst du mir einen Mittelalterroman/historischen Roman mit Handlung vor 1900 empfehlen, der dich wirklich überzeugt hat?
    7. Und nun würde ich gerne wissen, was dir an deinem aktuellen Buch besonders gut gefällt, und was weniger.

    6. Obwohl ich nicht nur gute Erfahrungen gemacht habe, würde ich euch gerne eine Rezension zu einem Buch verlinken, das mich wirklich überzeugt hat. Es handelt sich dabei um "Hexenliebe" von Marita Spang und überzeugt mit fundierter Recherchearbeit und authentisch geschilderten Figuren.

    7. An meinem aktuellen Buch gefällt mir vor allem, dass es sich so leicht liest. Es ist unterhaltsam, hat aber trotzdem genügend Tiefgang und nähert sich vorsichtig einem schwierigen Thema an. Obwohl es der zweite Teil einer Reihe ist (und ich den ersten Teil nicht gelesen habe), fehlt mir bis jetzt nichts. Die Geschichte wird einfach mit den aktuellen Figuren, die alle nun langsam aber sicher im "heiratsfähigen Alter" sind, weitererzählt. Ich kann mir vorstellen, dass im ersten Band vor allem auf die Kindheit eingegangen worden ist, was aber nun gar kein Versäumnis darstellt.
    Diese Geschichte einer jüdischen Familie, die miterleben muss, wie ihr Heimatland Deutschland mehr und mehr zu einem gefährlichen Ort wird und wie ihre mittlerweile erwachsenen Kinder zusätzlich zu dieser schwierigen Situation den Kopf verlieren, wird sehr authentisch dargestellt. Die Autorin zieht viele Parallelen zu ihrer eigenen Biografie und die Leichtigkeit der ersten zweihundert Seiten weicht mehr und mehr einer bedrückenden Stimmung.
    Weniger gut gefällt mir, dass die ganze Erzählsprache irgendwie sehr bieder und belehrend daherkommt und es scheint fast ein wenig so, als würde ich ein Buch aus einer wesentlich frauenverachtenderen Zeit (wo Frauen ausschliesslich jungfräulich in die Ehe gehen, hundert Kinder gebären und gute Mütter sein mussten), als den frühen Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts und obwohl ich die Sprache sonst total mag, weil sie so flüssig durch die Geschichte führt, frage ich mich ein wenig, was denn nun wirklich die Meinung und Haltung der Autorin ist. Andererseits könnte man aber auch anmerken, dass sie ziemlich so schreibt, wie damalige Mütter und Väter gedacht haben, was dann wieder sehr gut passen würde. Ihr seht, nicht ganz einfach zu entscheiden :-)


    21.00 Uhr
    Oh, Schreck. Schon wieder Zeit und ich komme definitiv nicht nach beim Tippen. Lesen läuft gerade auch nicht so, aber das Stöbern auf euren Blogs passt mir gerade besser. Nur wird es im Buch jetzt sogar noch richtig spannend, also werde ich doch noch ein wenig lesen.
    Was mich als Schweizerin, die sich in der Schule vermehrt mit der Tellsgeschichte und anderen (zwar spannenden, historisch aber definitiv an den Haaren herbeigezogenen) Legenden befassen musste und wichtige historische Ereignisse der Neuzeit jetzt mit Lesen aufarbeiten will und muss, interessieren würde:

    8. Wie stehst du zu Erlebnis- und Zeitzeugenberichten aus den Weltkriegen? Geht dir das räumlich und historisch zu nahe? Greifst du lieber auf Erzählungen deiner Familie zurück? Liest du gerne Bücher, die im 20. Jahrhundert spielen?


    22.00 Uhr
    Die Zeit fliegt hier nur so. Ich stöbere gerade auch in euren Empfehlungen und Blogs und mache mir die eine oder andere Notiz. Ich habe es ein wenig weiter als bis Seite 200 geschafft, aber das ist es dann auch schon. Aber nun folgt bereits die letzte Frage und um 23.00 Uhr freue ich mich schon auf ein Fazit von euch. Dann wird im Bett noch ein wenig gelesen und morgen kann ich dann das Buch hoffentlich beenden.

    9. Wenn du selber einen historischen Roman schreiben müsstest, mit welcher Zeit würdest du dich am liebsten befassen?

    9. Ich bin mir nicht ganz sicher. Mich interessieren so viele Epochen und Gebiete. Das Mittelalter würde es aber ehr nicht sein, wie ihr sicher schon vermutet habt. Viel eher die Geschichte Nordamerikas zur Zeit der Indianer oder auch Osteuropa um 1950 - 2000. Gerade das ehemalige Jugoslawien und dessen bewegte Geschichte (die aber natürlich bis ins Mittelalter zurückgeht) interessieren mich sehr. Ich würde mich aber vor allem auf die aktuellsten Geschehnisse konzentrieren.


    23.00 Uhr
    Wow, die Zeit ging heute so schnell vorbei, wie schon lange nicht mehr. Und tatsächlich habe ich bis Seite 253 gelesen, in der letzten Stunde kam ich sehr gut voran. Das sind zwar nur ein wenig mehr als 100 Seiten, aber ich habe nicht wirklich viel Zeit ins Lesen investiert. Von dem her passt das schon :-) Ich hoffe, dass euch der heutige Abend genau so viel Spass gemacht hat wie mir und bin natürlich wie immer froh um Anregungen, Wünsche und konstruktive Kritik jeglicher Art.

    Nun lese ich im Bett noch ein wenig und wünsche euch noch einen schönen Abend und eine gute Nacht und danke von ganzem Herzen für eure Teilnahme, die vielen Kommentare und Tipps und die gemütlichen Stunden
    Livia